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Die 48 Stunden Regel

Viele Menschen vergessen leider anzufangen! Wer vergisst anzufangen, hat bereits schon im Vorfeld verloren. Das ist nicht nur traurig, sondern fatal. Auf den Friedhöfen liegen viele unerkannte Genies, weil sie zeitlebens nie angefangen haben, ihre Fähigkeiten voll und ganz auszuleben. Wenn Sie eine Idee haben, legen Sie los. Machen Sie unbedingt die ersten Schritte. Sonst passiert immer wieder das Gleiche. Erste Zweifel steigen auf, Sie sind leicht unsicher, dann fragen Sie noch weitere Leute und schon ist das Ganze in der Regel besiegelt. Es passiert rein gar nichts. Denn zu den Zweifeln gesellen sich auch noch die Angst dazu. Machen und Tun ist das Wichtigste.
 

Alles Wellness oder was?

Für die einen das Unwort des Jahrzehnts, für die anderen der Schlüssel zum ganzheitlichen Wohlbefinden. „Wellness“ ist in aller Munde, aber was genau verbirgt sich dahinter?
Wann glauben Sie ist das Wort „Wellness“, welches uns tagtäglich ebenso häufig entgegenschlägt wie „Bio“, „Abwrackprämie“ oder „Lifestyle“, das erste Mal im Sprachgebrauch aufgetaucht? Im Umfeld des esoterischen Hippie-Zeitalters des „New Age“? Oder doch erst zur Jahrtausendwende, als Gesundheit mehr und mehr als ein Zusammenspiel von Geist, Körper und Seele betrachtet wurde? Ganz falsch! Bis ins Jahr 1654 müssen wir zurückgehen, als ein gewisser Sir. A. Johnson den Begriff zum ersten Mal strapazierte und damals mit „gute Gesundheit“ übersetzt wurde.

Da Wellness kein geschützter Begriff ist, ist er in einer Reihe mit Wörtern wie „Aloha“ oder „Shalom“ zu sehen – er hat eine Reihe von Bedeutungen, jeder hat ihn schon einmal gehört und irgendwie hat jeder seine eigene Defintion des Terminus´. Während die einen schon ein leichtes, gut bekömmliches Essen in die Kategorie Wellness packen, fängt für andere das Wunder Wellness bei einer einwöchigen Auszeit in einem abgeschiedenen Hotel an, in dem man nach diversen Einläufen die Konsistenz seines Stuhlgangs betrachtet.
Der Markt boomt und das weiß auch Wagnermayr. Der jährliche Umsatz in der Branche in Deutschland wird mit rund 73 Milliarden Euro beziffert. Regel Nummer eins im Wellness-Dickicht: Was dem einen gut tut, bringt dem anderen überhaupt nichts. Leute mit Atemwegsproblemen werden sich gerne in den Salzstollen des Hotels legen und die kalte, salzgetränkte Luft einatmen. Einem anderen wird es dort einfach zu kalt sein, sein Körper braucht Wärme und er wird sich eher im Dampfbad wohlfühlen. Probieren geht auch in Sachen Wellness über studieren.

Da die Bedürfnisse der Menschen in Sachen Wellness so unterschiedlich sind wie die Menschen selber, bleibt folgender Tipp: Ausprobieren, was einem gut tut und tiefes Wohlbefinden erzeugt. Dann wird Wellness seinem Namen gerecht und trägt zur ganzheitlichen Entspannung bei.

Anbieterkennzeichnungspflicht für Homepages

Welch ein Wort und was sich dahinter versteckt.
Mehr Rechtssicherheit beim Internet-Auftritt. Seit dem 7. Oktober 2008 hat das Bundesjustizministerium eine neue Seite, die sich mit diesen Fragen beschäftigt, online gestellt.
Unter http://www.bmj.de/musterimpressum finden Sie viele wertvolle Hinweise. Der Leitfaden zur Impressumspflicht. Sollten Sie eine eigene Homepage Ihr Eigen nennen, kontrollieren Sie diese.



Button-Gesetz

Seit 01.08.2012 gilt das “Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr und zur Änderung des
Wohnungseigentumsgesetzes”.

Für Shopbetreiber und auch für Veranstalter von Kursen hat dies zur Folge, dass der Kunde ganz eindeutig auf die Kosten des jeweiligen Produktes oder Kurses hingewiesen und um eine Bestätigung gebeten werden muss, dass er von der Kostenpflicht Kenntnis genommen hat. In der Regel wird ein zusätzlicher Button zum Kauf oder zur Kursbuchung hinzu gefügt, mit dem der Kunde gefragt wird: „Sind Sie sicher, dass Sie diese kostenpflichtige Buchung/Bestellung vornehmen wollen?“ Wegen dieses zusätzlichen Buttons heißt das Gesetz im Volksmund Button-Gesetz.
Diese gesetzliche Neuregelung ist eine gute Sache, da die verschleiernden Machenschaften mancher Anbieter dadurch aufgedeckt werden.
Mit den neuen Regelungen öffneten sich allerdings anderen zwielichtigen Geschäftemachern Tür und Tor: Möglicherweise drohen nämlich seriösen Kursanbietern und Shopbetreibern neue Abmahnwellen, weil irgendwelche Formalitäten nicht beachtet wurden.
Geschrieben von Theo Kaiser

Link: Mehr lesen zur gesetzlichen Regelung.


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Der Begriff Therapeut

In Deutschland ist die Bezeichnung Therapeut allein oder ergänzt mit bestimmten Begriffen gesetzlich nicht geschützt und daher kein Hinweis auf ein erfolgreich abgeschlossenes. Im Gegensatz dazu stehen etwa die gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen der die erst nach bestandener Prüfung geführt werden dürfen.

Der Begriff des Therapeuten ist in Deutschland frei und genießt grundsätzlich keinen besonderen Schutz. Davon ausgenommen ist z.B. der Physiotherapeut. Die Bezeichnung des „Massagetherapeuten / Wellnesstherapeuten“ steht daher dem in §§ 8 ff. des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes geregelten Ausbildungsberuf des Physiotherapeuten gegenüber. Die Bezeichnungen werden vom Verkehr begrifflich unterschieden und inhaltlich als zwei verschiedene Berufe erkannt.

Die Bezeichnung „Therapeut“ vor dem Hintergrund des Heilpraktikergesetzes


Verfasser: Rechtsanwalt Günter Fesselmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Wellness Verbandes e.V.

Die Bezeichnung „Therapeut“ ist in Deutschland gesetzlich nicht geschützt. Dies gilt sowohl für den Begriff als solchen, als auch in Verbindung mit bestimmten tätigkeitserklärenden Ergänzungen. Andererseits existieren auf dem Gebiet der Therapie die gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen wie Arzt, Heilpraktiker, Psycho- und Physiotherapeut. Deren gesetzlicher Schutz ist im Heilpraktikergesetz (HPG), Psychotherapeutengesetz (PsychthG) und Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) verankert.


Wer darf sich als Therapeut bezeichnen?
(geschrieben von Diana Jung)
Ein Therapeut (griechisch: der Behandler) ist ein Anwender therapeutischer Verfahren.
Nun haben sich gerade auf dem boomenden Wellnessmarkt zahlreiche Anwender herausgebildet, die sich beispielsweise Fußreflexzonen-Massagetherapeut oder ganz allgemein Wellnesstherapeut nennen und Behandlungen am Menschen ausführen. Unabhängig von dem gesetzlichen Schutz suggeriert der Begriff, der Behandler führe eine heilkundliche Behandlung aus. Nach der Legaldefinition ist unter Heilkunde jeder berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden zu verstehen. Wenn aber die Bezeichnungen Therapeut und Heilkunde miteinander korrespondieren, dann darf sich nur derjenige als Therapeut bezeichnen, der Heilkunde ausüben darf.
Nach §1 Abs.1 HPG ist die Ausübung der Heilkunde ohne Erlaubnis verboten und nur dem approbierten Arzt und dem Heilpraktiker mit Erlaubnis vorbehalten. Das HPG scheint insoweit abschließend zu sein. Eine Ausnahme bildet der Psychotherapeut.

Nach dem in 1999 in Kraft getretenen Psychotherapeutengesetz beinhaltet die Psychotherapie „jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist.“ (vgl. §1 Abs.3 PsychThG). Der Psychotherapeut bedarf zur Ausübung der Heilkunde einer staatlichen Anerkennung, der sogenannten Approbation.Damit ist klargestellt, dass neben dem approbierten Arzt und Heilpraktiker mit entsprechender Erlaubnis der approbierte Psychotherapeut Heilkunde ausüben darf. Wie verhält es sich aber mit den anderen Berufsgruppen, die sich ebenfalls Therapeuten nennen?

Sonderfall „Physiotherapeuten“: Das Koblenzer Urteil

Der Physiotherapeut ist nach den Ausbildungszielen des Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) befähigt, „durch Anwenden geeigneter Verfahren der Physiotherapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und im Kurwesen Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt oder zur Wiederherstellung aller Funktionen im somatischen und psychischen Bereich zu geben und bei nicht rückbildungsfähigen Körperbehinderungen Ersatzfunktionen zu schulen.“ Danach übt auch der Physiotherapeut Heilkunde aus. Soweit diese Tätigkeit aufgrund einer ärztlichen Verordnung durchgeführt wird, ist dies unschädlich und stellt keinen Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz dar. Wie aber ist die Rechtslage, wenn der Physiotherapeut seine heilkundlichen Leistungen gegenüber einem Patienten erbringen will, bei dem der Arzt keine weitere Verordnung ausstellen will bzw. kann, der Patient aber bereit ist, die Kosten der Behandlung selbst zu übernehmen?

Grundsätzlich bedeutet dies einen Verstoß gegen das HPG. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat mit Urteil vom 21.11.2006 (AZ. 6 A 1027/06 OVG) einer Klage von zwei Physiotherapeuten stattgegeben, die auf Erteilung einer auf ihren Tätigkeitsbereich der Physiotherapie beschränkte Zulassung nach dem HPG geklagt hatten. Das Gericht führte in den Entscheidungsgründen aus, das die Ausübung der Physiotherapie zwar als heilkundliche Leistung im Sinne des HPG zu sehen sei. Diese Leistung erfordere medizinische, also heilkundliche, Fähigkeiten und könne zu gesundheitlichen Schäden führen. Allerdings hätten die Klägerinnen auf ihrem Tätigkeitsgebiet, für die sie die Erlaubnis nach dem HPG begehrten, ihre Fähigkeiten durch eine staatliche Prüfung (vgl. § 9 MPhG) unter Beweis gestellt. Vor diesem Hintergrund müsse das aus dem Jahre 1939 stammende Heilpraktikergesetz den gegenwärtigen Verhältnissen angepasst werden.

Aber Vorsicht! Damit ist es dem Physiotherapeuten nicht per se erlaubt, ohne ärztliche Verordnung tätig zu werden. Um einen Verstoß gegen das HPG und einer eventuellen Strafbarkeit zu begegnen, bedarf es der Erlaubnis der zuständigen Gesundheitsbehörde.

Siehe unter folgenden Link:
www.wellnessverband.de/infodienste/beitraege/070621_therapeut.php


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